Mittwoch, 10. März 2010

"Ist ja nicht meins" und WE Rückblick

Ich habe ein anstrengendes Wochenende hinter mir und bin sehr froh, dass heute der erste normale Tag seit einer Woche war.

Am Samstag hatten wir einen Geburtstag bei uns im Saal und an dem Tag dachte ich mehr als einmal "das ist doch jetzt nicht euer Ernst oder??".
Die feiernde Person kam gegen Mittag und baute schonmal Licht und Musik auf.
Nachdem sie weg waren, machte ich meinen üblichen Kram, ein bisschen Deko, Getränke auffüllen, Büffet vorbereiten etc.
Tja als ich die Teller auf's Büffet stellen wollte, fiel mir auf, dass der Tisch weggeräumt wurde.
Kleiner Tipp an alle, im Normalfall denken wir uns etwas dabei wenn wir den Saal stellen und kein Tisch steht da aus Langeweile und wenn doch stellen wir ihn vorher weg, kein Grund irgendetwas wegzuräumen.
Also wieder einen Tisch holen, da sie aber Lichterketten an der Trennwand befestigt hatten, konnte ich diese nicht aufmachen und einfach einen holen, sondern musste durch eine kleine Tür 3 Tische schleppen, die nur mit Geschick dadurch passten. Prima.
Die Lichterketten waren also befestigt und wie das halt so üblich ist bei jedem Zuhaus nimmt man dafür natürlich doppelseitiges Klebeband, weil das ja so supertoll von allem abgeht. Und praktischerweise die Farbe von den Wänden gleich mit. Denn das Klebeband war nicht nur an der Trennwand die das abkann befestigt sondern auch an der Wand, an der Fensterbank und auf dem Fußboden.
AAARGH ich wollte schreien, der Fußboden ist nigelnagelneu und noch nicht mal einen Monat alt und dann klebt wer doppelseitiges Klebeband auf den Boden! Das macht doch kein Mensch Zuhaus, warum glauben alle das Regeln die im normalen Haushalt gelten, bei uns nicht gelten? http://www.emocutez.com
Ich habe also den Kleber direkt abgemacht und da er noch nicht wirklich lange klebte blieben auch keine Klebereste zurück. PUH!
Habe dann als Service das ganze mit Kreppklebeband befestigt, da der ja sogar von Papier ohne etwas kaputt zu machen abgeht.

Aber diese "ist ja nicht meins" Mentalität ging Abends weiter.
Ich füllte gerade Suppe nach als ich es sah. Eine Polonaise. Schön und gut werdet ihr denken, das ist ja harmlos. Aber ihr kennt die Variante bestimmt noch nicht, mir war sie nämlich auch neu.
Die erste Person ging nicht einfach fröhlich vorne weg, sondern hatte einen Stuhl in der Hand. Diesen schob sie vor sich her über unseren neuen Boden. Wer macht sowas? Ja, das gibt auch bei uns Kratzer wie bei jedem anderen auch ( falls nicht grad Teppichboden). http://www.emocutez.com

Das Ende vom Lied war, ich hatte um kurz nach vier Uhr morgens die letzten raus, habe noch etwas aufgeräumt und Trinkgeld gab es keins.

Sonntag musste ich nach gut 5 Stunden Schlaf wieder raus, weil wir am Montag eine Trauergesellschaft hatten und bis dahin ja wieder alles stehen musste.
Der Tag zog sich wie Kaugummi und erst um sieben Uhr war fertig was unbedingt fertig sein musste.
Dann habe ich mich schnell umgezogen und dann hat mich schon mein Lieblings-Jan abgeholt für die Oscar Nacht im Kino und vorher Kaffee trinken bei nem Freund.

Nach zwei Cappuccinos mit doppeltem Esspresso war ich auch endlich halbwegs wach.
Der Film den wir vor den Oscars geschaut hatten, war äußerst schräg (was ich eigentlich mag), aber hatte leider kein rundes Ende, war daher nicht so toll. Und der war auch für "bester Film" nominiert, warum ist mir ein Rätsel. ("A serious man" falls es wer wissen will)
So um halb sieben morgens war ich wieder Zuhaus, habe mir meinen Mp3 Player geschnappt und bin runter in den Saal und habe die letzten Feinheiten gemacht. 70 Servietten gefaltet, Deko auf die Tische, Besteck, Blumen etc.

Mein Kreislauf war zu dem Zeitpunkt völlig im Eimer und ich dachte immer nur "Heute fällst du zum ersten Mal in deinem Leben um".
Als meine Mum runter kam, war mit eines der ersten Dinge die sie tat mich anpammpen. Toll. Danke. Natürlich hätte ich auf die Oscars verzichten können, aber das und mein Shopping Tag waren in diesem Jahr die einzigen Dinge für mich allein und auf die ich mich tierisch gefreut habe. Aber ihr passte das ganze wohl nicht, denn ich wurde den ganzen Tag das Gefühl nicht los, dass sie mich bestrafen wollte.
Als es zum Beispiel später ruhiger war, erlöste sie mich wirklich erbärmliches Huhn nicht, sondern setzte sich mit an den Tisch und plapperte.
Hach ja Mutterliebe in Reinform. http://www.emocutez.com

Gestern nach einem ausgiebigem Schlafmarathon war wieder alles okay und auch Muttern fand wohl, jetzt wäre wieder alles ok.

So, das war meine zweite Geschichte aus dem Kneipenwahnsinn. (Auch wenn die, die meisten glaube ich gar nicht interessiert XD)

Achja für die, die es noch nicht gesehen haben in meinem letzten Eintrag gibt es was zu gewinnen.

Zum Schluß noch das beste Mittel gegen tristes Wetter und Schneeverdruss
Bunte Farben!Ich liebe meine pinken Regenstiefel

Kommentare:

  1. Ich kenne diese "Ist doch nicht meins"-Einstellung gut. Unsere Horträume wurden/werden teilweise von anderen mitgenutzt. Dass sogar Lehrer diese Einstellung haben, finde ich echt fragwürdig.

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  2. @Emily
    Mir ist das immer wieder ein Rätsel, vor allem weil ich die Auffassung vertrete "was man nicht will das man dir tut, das füg auch keinem anderem zu"
    Manchmal zweifelt man echt an den Menschen und ihrem Verstand -.-

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